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Oberflächen
Nano-Beschichtungen
Strukturierung
Anwendungen
-Benetzung
-Reaktionen
-Haftvermittler
-Vernetzung
-Nanostrukturen


Anwendungen für dünnste Schichten auf Oberflächen
Es gibt bereits verschiedene Applikationen von Oberflächen, die mit SAMs modifiziert wurden. Diese sind zumeist auf wenige, ganz spezielle Bereiche beschränkt und stehen somit auch keiner breiten Öffentlichkeit zur Verfügung.
Diese Seite soll daher einen Einblick in das Potential und die technische Möglichkeiten von selbstaggregierenden Monolagen geben. Sie stellt in keinem Fall eine vollständige Liste der möglichen Applikationen dar.

 


Benetzung

Die wohl einfachste aber zugleich effektvollste Anwendung ist eine gezielte Änderung der Benetzbarkeit von Oberflächen gegenüber bestimmten Flüssigkeiten.
Zumeist werden dazu Moleküle mit hydrophoben Anteilen eingesetzt, die die Wechselwirkungen zwischen Wasser und der Oberfläche drastisch verändern können.
Solche Oberflächen können Wasser (so etwa Luftfeuchtigkeit) nahezu vollständig abweisen und sind so z.B. beschlagsfrei in feuchter Umgebung. Außerdem sind wasserabweisende Oberflächen deutlich einfacher zu reinigen und bereiten etwa bei Kalkablagerungen weniger Probleme. Seitenanfang


Reaktionen auf Oberflächen

Sind die selbstaggregierten Moleküle so synthetisiert, daß sie reaktive Gruppen tragen, die zudem noch aus der Oberfläche "herausschauen", lassen sich auf beschichteten Oberflächen auch Reaktionen durchführen.
Auch in diesem Bereich ist dabei die Chemie der ursprünglichen Oberfläche - also die metallische Oberfläche - ohne Bedeutung, da diese durch die Beschichtung "maskiert" wurde.
Zudem sind die reaktiven Moleküle stationär gebunden und erlauben so u.a. auch Austauschreaktionen oder kinetische Messungen mit genau definierter Substanzmenge. Seitenanfang


Haftvermittlung

Ein sehr gutes Beispiel für eine Reatkion mit beschichteten Oberflächen ist der Einsatz als Haftvermittler. Dabei werden SAM-Moleküle derart ausgewählt, daß sie mit einer später auf die beschichtete Oberfläche aufgebrachten Substanz (etwa einem polymeren Mehrkomponenten-Klebstoff) reagieren können.
So ist die Ausbildung einer sehr stabilen Bindung zwischen Metalloberfläche und einem Lack oder Klebstoff möglich. Auch wenn dieser urprünglich keine adhäsiven Wechselwirkungen zur Oberfläche ausbildet. Seitenanfang


Vernetzung von dünnsten Schichten

Speziell entwickelte Moleküle können in einer monomolekular angeordneten Schicht mit Hilfe von Elektronenstrahlen zu einem zweidimensionalem Kristall vernetzt werden. Dadurch entsteht eine außerordentlich stabile Monolage, die sich insbesondere durch eine erstaunliche Resistenz gegenüber bestimmten Säuren auszeichnet.
(siehe auch Nanostukturen) Seitenanfang


Nano-Strukturen auf Oberflächen

Mit Hilfe von sehr fein fokussierter Elektronenstrahlen (siehe auch Vernetzung), der sog. "Elektronenstrahllithographie", können monomolekulare Schichten bis in den untersten Nanometerbereich vernetzt und anschließend strukturiert werden.
Je nach Art der Schicht tritt nach der Behandlung mit Elektronen ein unterschiedliches Verhalten gegenüber chemischen Ätzprozessen auf. So erzeugte "Negativ-/ Positivresiste" oder "Negativ-/ Positivtemplate" zeigen eine Auflösung von wenigen Nanometern.
Darüber hinaus können auch Molekülteile auf der Oberfläche, sog. "funktionelle Gruppen", selektiv durch die Elektronenstrahllithographie verändert werden, die anschließend ein ortsaufgelöstes Ankoppeln weiterer Moleküle in dem strukturierten Bereich erlauben.
Damit wird eine "chemische Lithographie" bis zur molekularen Auflösung ermöglicht. Eine schematische Übersicht über die Möglichkeiten der Nanostrukturierung können Sie hier als pdf-Datei herunterladen. Seitenanfang