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häufig gestellte Fragen
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Substrate
sind grundsätzlich die zu beschichtenden Oberflächen. Üblicher Weise sind dies für die
SAM-Technologie Metalle, bzw. Metalloxide.
Als besonders geeignet haben sich bislang neben den Edelmetallen wie Gold und Silber auch
oxidischen Oberflächen wie Eisen, Titan oder Aluminium erwiesen. Dabei brauchen diese Metall
nicht als Reinstoff vorliegen. Sowohl auf dotierten Metallen wie auch auf Legierungen
sind solche Beschichtungen möglich.
Prinzipiell ist auch eine Beschichtung von Silizium realisierbar - allerdings unter
deutlich erschwerten Bedingungen.
Jedoch ist von Fall zu Fall zu prüfen, ob sich bestimmte Oberflächen auf diese Weise
beschichten lassen. Neben dem Material spielt die Struktur der Oberfläche und dessen
Reinheit eine entscheidende Rolle für die Qualität und die Stabilität der ausgebildeten
Monolage.
Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, daß eine Oberfläche direkt vor ihrer
Beschichtung intensiv gereinigt werden muß. Gewöhnliche Verunreinigungen aus der
umgebenden Luft setzen sich auf der Oberfläche ab...
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Adsorbate
Oberflächenaktive Substanzen, die unter bestimmten Voraussetzungen in der Lage sind,
über Ankergruppen Bindungen zur Oberflächen ausbilden.
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Ankergruppen
Moleküle lassen sich in funktionelle Gruppen aufteilen, die die chemischen Eigenschaften
- also auch ihre Reaktivität - bestimmen. Die für eine oberflächenaktiven Substanz
veratwortliche funktionelle Gruppe wird Ankergruppe genannt. Schon der Begriff macht
deutlich, daß diese Gruppe eine Bindung zur Oberflächen ausbilden kann und somit das Molekül
"verankert".
Solche Ankergruppen sind z.B. organische Säuren, Thiole oder Silane.
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Hydrophilie / -phobie - Amphiphilie
Beschreibt im eigentlichen Sinne das Verhalten eines Stoffes oder eines Moleküls gegenüber
Wasser (griech. Hydros). Allgemeiner meinen diese Begriffe jedoch das Verhalten gegenüber
polaren Stoffen.
Wasser ist ein relativ stark polares Molekül, und so zeigt ein hydrophiles (griech. phil =
liebend), also ein Wasser-liebendes Molekül gegenüber polaren Stoffen starke
Anziehungskräfte. Entsprechend bildet eine hydrophobe (griech. phob = ablehnend) Substanz
entsprechend keine oder nur schwach bindende Wechselwirkungen aus.
Amphiphile Moleküle hingegen können sowohl gegenüber polaren als auch unpolaren Stoffen
Wechselwirkungen ausbilden. Diese Eigenschaft macht amphiphile Moleküle für Anwendungen
interessant, bei denen es um eine Vermischung oder das Lösen von polaren und unpolaren
Stoffen geht, die eigentlich unmischbar sind. Dies ist bspl. bei Waschmitteln der Fall.
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Lotus-Effekt - superphobe Oberflächen
Mit diesem Phänomen läßt sich eine Änderung in der Benetzbarkeit von Oberflächen
beeindruckend demonstrieren.
Solche Oberflächen scheinen vollkommen "unantastbar" für
jede Art von Flüssigkeiten zu sein. So rollt sogar ein klebriger Honigtropfen scheinbar
ohne eine Berührung von dem Blatt einer Lotuspflanze ab.
Mittlerweile lassen sich auf unterschiedliche Arten solche Oberflächen künstlich herstellen.
Zumeist wird dabei die extrem rauhe Struktur der Lotusblattes nachempfunden.
Bei der Herstellung von solchen superphoben Oberflächen mit einer Monolage werden hingegen
polare Wechselwirkungen innerhalb eines Moleküls geschickt ausgenutzt, so daß eine abstoßende
Kraft gegenüber einer Flüssigkeit entsteht.
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Komplex-Bindungen
stellen eine Gruppe von chemischen Bindungen dar, die weder der kovalenten, noch einer
ionischen Bindung zugeordnet werden können.
In ihrer Sruktur ist sie komplexer, d.h. es sind verschiedene Mechanismen vorhanden, die
die Bindung zwischen den beiden Bindungspartnern ausbilden lassen.
Sehr häufig kommt eine solche komplexe oder koordinative Bindung zwischen einem (Metall-)Ion
und einem organischem Molekül zustande. Wobei das Ion dabei i.d.R. von mehreren Seiten
gleichzeitig (wie bei einer Zange) "eingeklammert" wird.
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Ober- und Grenzflächen
Eine Oberfläche ist der Teil eines Stoffes oder Körpers, der mit seiner direkten Umgebung
(etwa Luft) in Kontakt steht und den wir wahrnehmen, also sehen oder anfassen können.
Allgemeiner spricht man von einer Grenzfläche, wenn zwei unterschiedliche Stoffe mit
verschiedenen (etwa Glas/Wasser oder Wasser/Luft) oder gleichen (etwa Wasser/Öl)
Aggregarzuständen in Kontakt zueinander stehen. Grenzflächen werden immer da ausgebildet,
wo sich der eine Stoff mit dem anderen nicht mischt oder sich nicht im anderen lösen läßt.
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Vorbehandlung
Unter normalen Bedingungen ist es nahezu unmöglich, absolut saubere Oberflächen herzustellen.
In einer gewöhnlicher Umgebungsluft sind immer molekulare Verunreinigungen enthalten, die sich
auf allen Oberflächen absetzen und mit SAM-Adsorbaten in Konkurrenz stehen.
Um eine Monolage ausbilden zu können, ist es wichtig, die Verunreinugungen zu entfernen. Dabei
werden spezielle Reinigungsmethoden verwendet, dessen Einsatz jedoch für jede
Oberfläche und Anwendung neu optimiert werden muß.
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Präparation
Nach der Vorbehandlung sind die Oberflächen für
eine Präparation geeignet.
Die Bildung der Monolage geschieht aus einer verdünnten Lösung. Daher muß das zu
beschichtende Substrate mit der Lösung über einen
Zeitraum von zumindest einigen Minuten in Kontakt kommen. Dies kann im Einzelfall zu
Problemen führen. Allerdings gibt es auch hier Möglichkeiten diese Probleme zu umgehen.
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SAM - self assembled monolayer
Eine Monolage beschreibt eine Schicht auf einer Oberfäche mit einer Schichtdicke von
idealer Weise einer Moleküllänge.
Je nach Bildungsart dieser Schicht wird sie auch als SAM (self assembled monolayer)
bezeichnet.
Im Gegensatz zu gewöhnlichen Beschichtungen (z.B. Farben oder Lacken) besteht eine
Monolage nicht aus Polymeren, sondern aus monomeren Molekülen, die sich selbstordnend
aus einer Lösung auf der Oberfläche abscheiden.
Dazu besitzen die Moleküle spezielle, funktionelle Gruppen, die auf die zu beschichtende
Oberfläche abgestimmt werden müssen.
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Bildung eines SAMs
Ein SAM wird naßchemisch aus einer Lösung von Adsorbat-Molekülen
gebildet. Dabei läßt sich der Bildungsprozeß einer Monolage in zwei Schritte
unterteilen: Zunächst physisorbieren die SAM-Moleküle in einem schnellen Schritt an der
Oberfläche. Dieser Anlagerungsschritt erfolgt in wenigen Sekunden bis Minuten.
Der zweite Schritt ist der langsamere und somit der kinetisch entscheidende. Nach der
Adsorption ordnen sich nun die Moleküle binnen Stunden oder u.U. sogar Tagen zu einem SAM.
Die Chemisorption - also die Ausbildung von chemischen Bindungen zur Substrat-Oberfläche -
geschieht dabei allmählich. In Kombination mit der hohen Ordnung der Monolage erhält ein
SAM so seine Stabilität.
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(chemische) Lithographie
Dieser Begriff bedeutet wörtlich übersetzt "in den Stein schreiben" und stammt von dem
Vorläufer der heutigen Offset-Druck-Technik, bei dem ein Stein als Druckplatte diente.
Bei der chemischen Lithographie wird eine Oberfläche (nicht zwingend ein Stein) statt
mit einem Meißel auf chemischen Weg behandelt, so daß eine "geschriebene" Struktur
entsteht.
Dabei muß diese Struktur nicht zwangsläufig mit dem bloßen Auge (etwa wie bei
Gravurspuren) erkennbar sein. In einigen Fällen lassen sie sich wiederum nur mit chemischen
Hilfsmitteln (z.B. chemischen Markern) sichtbar machen.
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Präfix: "Nano"
Diese in der heutigen Wissenschaft quasi als ein Schlagwort für Forschritt und Inovation
benutzte Vorsilbe ist lediglich eine Größenangabe. Sie stammt von dem griechischem Wort
nanos = Zwerg ab.
Genau wie "Milli-" das "tausendste"
beschreibt, ist "Nano-" das "tausend-millionste". Ein Nanometer (nm) ist also das
0,000 000 001-fache eines Meters.
In dieser (fast unvorstellbar kleinen) Dimension bewegen sich die Abmessungen von Molekülen.
Ein typisches Molekül hat eine Länge von etwa 2 nm.
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