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Grenzflächen
Oberflächen stellen eine Grenzfläche zwischen einer festen und einer fluiden, also einer gasförmigen
oder flüssigen Phase dar. Sie besitzen per Definition keine räumliche Ausdehnung und damit auch
keine Materie. Dennoch spielen Oberflächen im alltäglichen Leben eine bedeutende Rolle.
An Grenzflächen stehen nur die ersten Atom- bzw. Molekülschichten der Stoffe mit der direkten Umgebung in
Kontakt, also im Vergleich zum Rest der Substanz - dem sogenannten Bulk - ein verschwindend
kleiner Teil.
Diese wenigen Atome, bzw. Moleküle sind für die meisten chemischen und physikalischen Eigenschaften
der Substanzen - also die wahrnehmbaren Stoffcharakteristika verantwortlich.
Will man demnach die Stoff-Eigenschaften - etwa das Korrosionsverhalten -
beeinflussen, so ist es ausreichend, diese ersten Schichten des Stoffes zu verändern.
Dies geschieht bislang im allgemeinen durch Beschichten der Oberfläche mit einer zweiten
Substanz (etwa Farbe), so daß eine neue Oberfläche - zwischen der Beschichtung und der Umgebung
- entsteht. Dies bedeutet jedoch gleichzeitig, das die meisten der anderen Eigenschaften der
ursprünglichen Oberflächen auch verloren gehen.
Das liegt vor allen an der Dicke der Beschichung. Während auch sehr dünne Schichten eine
Dicke von zumindest einigen mü besitzen, sind die Oberflächen-relevanten Atomschichten nur
wenige Nanometer stark.
Das bedeutet aber auch, daß eine wenige Nanometer dicke Beschichtung möglicherweise für eine
Änderung bestimmter Oberflächen-Eigenschaften einer Substanz ausreichend sein könnte.
Gleichzeitig bleiben bei solchen dünnen und dünnsten Schichten andere Stoffcharakteristika
erhalten.
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